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Wenn man wollte und ihnen hin und wieder in den Clubs Kölns über den Weg lief, konnte man die Vimes in den letzten Jahren vortrefflich nerven. In gewisser Weise war das schon ein Running Gag der rheinischen Elektronik-Szene: „Azhar, Julian, wann kommt denn nun euer Album?“ Und während man selbst nur einen generösen, wenn auch windelweichen Witz machen und ungebrochenes Interesse signalisieren wollte, sah man gleich, wie müde das Duo auf die Frage reagierte, wie sehr es unter Druck stand – und natürlich, wie oft sie ihnen bereits, auch über den Freundeskreis hinaus, gestellt worden war.

Jetzt kommt es. Das Album. Am 12. Februar 2016. Es wird „Nights in Limbo“ heißen. Das Warten hat sich gelohnt.

Gemeinsam mit dem Produzenten Jochen Naaf (Polarkreis 18, PeterLicht, Xul Zolar, Hundreds) hat die Band eine Platte geschaffen, das sie in gleich mehreren Disziplinen auf höchstem Niveau zeigt: Ob nun elektronischer Pop von der Eleganz Hot Chips, der Junior Boys oder der frühen Zoot Woman („Harpooned“, „Mind“), knusprigem, detailversessen arrangiertem Listening-Techno von der Güte Apparats („House Of Deer“), wunderbar abstraktem Pop („Hopeful“) oder erhebendem, aber nie zu zuckrigem House („Kyra“) – alles hat „Nights In Limbo“, und es fügt sich sogar atmosphärisch stimmig in ein Albumkonzept, das nie nur funktionelle Dance Music sein will. Eine Leistung, die ohne den Gesang Azhar Syeds, der auf glamouröse, aber gleichzeitig geheimnisvolle und gebrochen-komplexe Art die Fantasie anregt, kaum möglich gewesen wäre. Die LP besticht durch eine Ruhe und Eleganz, die man nur schafft, wenn man sich aus der Mühle der sich ständig verändernden Techno-Moden ausklinkt.

[~ Christian Steinbrink]

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