Vieles bei Samaris hat sich in letzter Zeit geändert. Die drei Mitglieder leben beispielsweise nicht mehr in Reykjavik. Þórður Kári Steinþórsson a.k.a. Doddi ist nach Berlin gezogen, wo er in kürzester Zeit ein wichtiger Teil der Techno-Szene geworden ist. Áslaug Rún Magnúsdóttir, die Klarinettistin, wohnt in Den Haag, wo sie am Königlichen Konservatorium Sonologie studiert, eine relativ junge Richtung der Elektroakustik. Und Sängerin Jófríður Ákadóttir reist einfach herum und sucht nach neuen musikalischen Eindrücken. Kann man all das hören auf „Wanted 2 Say“, der neuen Single des Trios, die im April erscheint? Nein, aber man kann es spüren.

Sofort erkennbar ist, dass Jófríður erstmals englisch singt und dass der immer noch minimalistische Elektrosound so poppig klingt wie noch auf keinem Track von Samaris zuvor. Aus einem langgezogenen Ton startet, aus einem Aufseufzer heraus, der Breakbeat und führt direkt auf die Tanzfläche und nach Island. Denn die Lyrics drehen sich wieder einmal um die Heimat der drei, die Natur und „all diese Klischees“, wie die Sängerin mit der markanten Stimme lachend sagt. Vielleicht erklärt sich daraus der Wechsel der Sprache: Das Selbstverständliche klingt anders, wenn man es neu ausdrückt.

Wir freuen uns riesig, dass die Band im Juni im Rahmen ihrer Europatour bei uns zu Gast ist.

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