Es dauert nicht lang, bis man versteht, worum es bei Phil Siemers geht. Nur wenige Sekunden von seinem Song ›Schöne Neue Welt‹ und man ist drin im Kosmos des 27-Jährigen: Eine treibende Kontrabasslinie begleitet von Offbeat-Claps macht den Anfang; das Klavier setzt ein und legt mit einem jazzigen Riff eine schwebende Fläche, auf der Phil mit Textzeilen, die sofort aufhorchen lassen, zu erzählen beginnt. Modernes Songwriting und die Liebe zur analogen Soundwelt der Soulplatten aus den 60er und 70er Jahren verbinden sich zu packendem, zeitgenössischem Pop, der berührt und fesselt. Wenn sein prägnanter, aber angenehm unaufgeregter Gesang einsetzt, ist man sofort vom Sound und Groove gefesselt und schnippt unwillkürlich mit den Fingern. ›Ich liebe es, wenn man die Persönlichkeiten der Musiker hören kann. Die Energie, die entsteht, wenn ich mit meiner Band zusammenspiele‹, so Siemers. Er spricht eine klare Sprache und schreibt geradlinige und durchdachte Songs, die sich anfühlen wie ein alter Freund, der sich zu Dir setzt und sich Zeit für Dich nimmt.

Vor allem seine Liebe zu natürlichen Instrumenten und organischen Arrangements zeichnen seinen speziellen Sound aus. Gemeinsam mit seiner Band arrangiert er mit spielerischer Spontaneität die Instrumentierung: Manchmal sparsam, manchmal mit geschickt pointierenden Chören oder Bläsern – je nachdem, was der Song braucht. ›Text und Musik haben den gleichen Stellenwert‹, betont Phil. ›Es ist mir wichtig, dass die Texte leichtfüßig und immer im Fluss mit der Musik bleiben. Beides muss einander ergänzen und eine harmonische Einheit bilden.‹ In seinen Texten geht es um aufrichtige Gefühle, Zwischenmenschliches und die kleinen und großen Fragen unserer Zeit.

Vor gut 13 Jahren schrieb Phil seine ersten Songs und gelangte über deutsch- und englischsprachiges Songwriting schließlich zum Soul. Künstler wie Bill Withers, Marvin Gaye oder Donny Hathaway inspirieren ihn. Dabei musste er den Soul nie lernen, er hat ihn – in seiner Stimme, in seinem Gefühl und in seinem Songwriting.

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