08.03. // Abay

// Mit ihrem neuen Album auf Tour! // Einlass: 19:30 Uhr // Beginn: 20:00 Uhr TICKETS

Präsentiert von STAR FM Nürnberg

Das Indierock-Biest ist gewachsen. Von außen. Und von innen. Aus ABAY ist ein Quartett geworden. Seit 2012 tauchen Aydo Abay (Gesang) und Jonas Pfetzing (Gitarre) in verschiedenen Konstellationen unter dem Namen Abay auf. Nun machen Johannes Juschzak an den Drums und Dennis Enyan am Bass aus dem Duo eine Viermannband. Irgendwie logisch, dass damit auch die Musik wächst. Der Beweis? Das kommende Album »Love And Distortion«! 10 ausgetüftelte Kompositionen, die an den richtigen Stellen krachend ausbrechen und an anderen die Luft anhalten. Um dann wieder auszubrechen. Wuchtige Parts voller verzerrter Dissonanzen treffen auf zuckersüße Harmonien, kantige Indie Parts und softe Pophappen. Love löst Distortion ab. Es ist ein bisschen wie im echten Leben.

Schuld an all dem ist unter anderem ein Kiosk in Berlin. Hier traf Aydo Abay, ehemaliger Kopf von Blackmail, eines Nachts auf Jonas Pfetzing. Der Gitarrist und Songschreiber von Juli ist seit seiner Jugend großer Fan von Blackmail. Aus diesem nächtlichen Treffen entwickelten sich 2012 ABAY. 2015 veröffentlichte das Duo die EP »Blank Sheets«, ein Jahr später das Debüt »Everything’s Amazing And Nobody Is Happy«. Für Aufnahmen und Live-Auftritte holten ABAY Gastmusiker an Bord. Zwei davon sind einfach geblieben. Der Spaß an Gastmusikern aber hat sich bewährt. Auf »Love And Distortion« sind gleich drei vertreten: Chris Stiller, der als Teil der DNSRS die Platte nicht nur mitproduziert, sondern auch alle Tasteninstrumente eingespielt hat. Christoph Clöser, der Saxofonist von Bohren & der Club Of Gore, der dem Song »Lemonade« mit seinem infernalischen Solo eine ganz eigene Note verpasst hat – eine Ehre für Abay, die allesamt große Fans der »langsamsten Band der Welt« sind. Außerdem hat Eva Briegel Backing-Vocals zur Platte beigesteuert. Sie ist eine langjährige Freundin der Band und sang schon auf dem letzten Album beim Song »1997« im Background. Produziert wurde »Love And Distortion« innerhalb von drei Sessions, die von Februar 2017 bis Februar 2018 im Mothership Recorders in Berlin stattfanden. Dann reisten die Songs durch halb Deutschland ins Ruhrgebiet zur Produzentenlegende Olaf O.P.A.L. und bekamen hier ihren letzten Schliff.

Das Album ist leider nicht nur von Liebe und Zerstörung geprägt, sondern auch von zwei Todesfällen: Den Song »Rhapsody In Red« hat die Band für den 60. Geburtstag des Goethe Instituts Ankara aufgenommen. Der Leiter des Instituts Raimund Wördemann hatte das Stück in Auftrag gegeben, war aber kurz vor der Fertigstellung verstorben, bekam es also leider nie zu hören. ABAY flogen dennoch nach Ankara und spielten den Song ihm zu Ehren dort das erste Mal live. Einen weiteren Song widmete die Band dem Produzenten Guido Lucas, der im September 2017 plötzlich verstorben ist. Guido hat nicht nur die Karriere von Sänger Aydo Abay maßgeblich gefördert, sondern auch sein Verständnis für und von Musik beeinflusst. Die Ballade »Love« ist für Guido.

www.abay.me